Warum Risse im Rundholz völlig normal und sicher sind
Trocknungsrisse im Rundholz – Ein natürliches Merkmal von Massivholz
Holz ist ein lebendiger und natürlicher Werkstoff, der sich kontinuierlich an seine Umwelt anpasst. Wenn Sie an Ihrem neuen Spielturm oder Schaukelgestell Risse im Rundholz entdecken, ist das kein Grund zur Sorge. Trocknungsrisse sind eine völlig normale Eigenschaft von Massivholz und stellen keinen Qualitätsmangel dar.
Wie entstehen Risse im Rundholz?
Rundholz enthält nach dem Einschnitt Feuchtigkeit. Durch Sonneneinstrahlung und Luftbewegung trocknet das Holz von außen nach innen ab. Da die äußeren Holzschichten schneller an Volumen verlieren als der feuchte Kern im Inneren, entstehen Spannungen im Material. Sobald diese Spannung die Zugfestigkeit des Holzes übersteigt, öffnet sich die Oberfläche – ein natürlicher Trocknungsriss entsteht. Sobald die Luftfeuchtigkeit steigt (z. B. im Herbst oder Winter), nimmt das Holz wieder Feuchtigkeit auf und die Risse schließen sich teilweise wieder.
Auswirkung auf Statik und Sicherheit
Ein häufiges Bedenken ist die Stabilität des Spielgeräts. Hier können wir Sie beruhigen:
Keine Minderung der Tragfähigkeit: Risse verlaufen in der Regel parallel zur Holzfaser. Die statische Belastbarkeit sowie die Stabilität des Rundholzes bleiben dadurch uneingeschränkt erhalten.
DIN-Norm konform: Gemäß der geltenden DIN-Normen für Spielgeräte im Außenbereich sind schwundbedingte Risse bis zu einer gewissen Tiefe und Breite zugelassen und absolut sicher.
Pflege und Handhabung
Sie müssen Risse in der Regel nicht behandeln oder auffüllen. Das Verschließen mit Spachtelmasse kann sogar dazu führen, dass eingeschlossene Feuchtigkeit nicht mehr entweichen kann. Eine regelmäßige Pflege mit einer geeigneten Holzschutzlasur schützt das Material optimal vor Witterungseinflüssen, ohne das natürliche Arbeiten des Holzes zu behindern.